{"id":8403,"date":"2014-02-05T11:49:31","date_gmt":"2014-02-05T11:49:31","guid":{"rendered":"http:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/?page_id=8403"},"modified":"2021-11-17T20:23:58","modified_gmt":"2021-11-17T20:23:58","slug":"information-impfen-ect","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/?page_id=8403","title":{"rendered":"Information Impfen ect."},"content":{"rendered":"<h1>Sehr interessante Seite \u00fcber das Impfen!!!<\/h1>\n<header class=\"entry-header\" aria-label=\"Inhalt\">\n<h1 class=\"entry-title\">Lesefutter: Hundeimpfung<\/h1>\n<div class=\"entry-meta\"><span class=\"posted-on\"><time class=\"entry-date published\" datetime=\"2019-06-19T14:33:44+02:00\">19. Juni 2019<\/time><\/span> <span class=\"byline\">von <span class=\"author vcard\"><a class=\"url fn n\" title=\"Alle Beitr\u00e4ge von Redaktion anzeigen\" href=\"https:\/\/haustierimpfung-mit-verstand.de\/author\/03site12redakteur48\/\" rel=\"author\"><span class=\"author-name\">Redaktion<\/span><\/a><\/span><\/span><\/div>\n<\/header>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>F\u00fcr Leute, die noch lange Texte lesen k\u00f6nnen, statt nur auf ihrem Smartphone herumzuwischen: die leicht ver\u00e4nderte Fassung eines Artikels f\u00fcr die Hundezeitschrift \u201eSitzPlatzFu\u00df\u201c (Juni 2018).<\/p>\n<p><em>Urheberrechtlich gesch\u00fctzt, wie alle Beitr\u00e4ge in diesem Blog.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Wogegen Hunde geimpft werden sollten und wie oft, ist heute kein Streitthema mehr \u2013 oder doch? Schlie\u00dflich gibt es seit 2006 die \u201eLeitlinie f\u00fcr die Impfung von Kleintieren\u201c, erarbeitet von der \u201eSt\u00e4ndigen Impfkommission Vet\u201c. Die Leitlinie stellt zwar einen Fortschritt dar, kann aber in wichtigen Details nicht \u00fcberzeugen. Und sie wird l\u00e4ngst nicht von allen Tier\u00e4rzten befolgt.<\/p>\n<p>Die Leitlinie in K\u00fcrze: Hunde im Alter von \u00fcber einem Jahr sollen alle drei Jahre gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose nachgeimpft werden. Impfungen gegen Leptospirose, Zwingerhusten und Borreliose sollen j\u00e4hrlich wiederholt werden. Gegen Tollwut soll gem\u00e4\u00df Herstellervorschrift nachgeimpft werden.<\/p>\n<p><strong>Staupe, Hepatitis, Parvo (SHP)<\/strong><\/p>\n<p>Das Dreijahresintervall f\u00fcr SHP ist keineswegs so fortschrittlich, wie es erscheinen mag. Es stellt lediglich einen Kompromiss dar zwischen den immunologischen Fakten und den wirtschaftlichen Interessen der Tier\u00e4rzte. Impfungen bringen die Patienten ins Wartezimmer. Sie besitzen in der Tierarztpraxis einen \u00f6konomischen Stellenwert, der in der Humanmedizin unbekannt ist. Das d\u00fcrfte der Grund sein, weshalb die Leitlinie von vielen Veterin\u00e4ren ignoriert wird. Manche Tier\u00e4rzte ergreift nach eigenem Bekunden das Grauen, wenn neue Klienten ihnen die \u00fcbervollen Impfp\u00e4sse ihrer Hunde zeigen.<\/p>\n<p><strong>Dauer des Immunschutzes f\u00fcr SHP<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>SHP-Impfstoffe sind, egal von welchem Hersteller, immer Viruslebendimpfstoffe. Hunde, die eine Infektion mit Staupe-, Hepatitis- oder Parvoviren \u00fcberleben, sind f\u00fcr den Rest ihres Lebens dagegen immun. Dasselbe leistet die Impfung, sagt der weltweit renommierte Experte Professor Ronald Schultz. Die Hunde in seiner Familie werden als Welpen ein- oder zweimal gegen SHP geimpft und dann \u00fcberhaupt nicht mehr.<\/p>\n<p>In der Humanmedizin k\u00e4me man gar nicht auf die Idee, Viruslebendimpfstoffe j\u00e4hrlich oder alle drei Jahre zu verabreichen. Beispiel: die Masernimpfung. Gegenw\u00e4rtig wei\u00df die Humanmedizin noch nicht, ob sie lebenslang sch\u00fctzt, weil sie erst Ende der 1970-er Jahre eingef\u00fchrt wurde. Daten \u00fcber die gesamte Lebenserwartung fehlen noch, dennoch gehen die Experten von lebenslanger Immunit\u00e4t aus. Die Fachleute haben bei der Einf\u00fchrung der Masernimpfung <em>immunbiologisch plausible Annahmen<\/em> \u00fcber die Immunit\u00e4tsdauer getroffen, deshalb waren und sind Auffrischungen (Booster) f\u00fcr Masern nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Seit einiger Zeit wird f\u00fcr die \u2013 m\u00f6glichst j\u00e4hrliche \u2013 Kontrolle des SHP-Schutzes durch Impftitertests geworben. Dabei wird in der Tierarztpraxis mit einem Schnelltest die Konzentration von SHP-Impfantik\u00f6rpern im Blutserum gemessen. Antik\u00f6rper (Immunglobuline) sind Eiwei\u00dfstoffe, die sich nach Infektion oder Impfung bilden und relativ leicht bestimmt werden k\u00f6nnen. Sie stellen jedoch nur einen Teil der Immunit\u00e4t dar. Genauso wichtig sind die langlebigen B- und T-Ged\u00e4chtniszellen. Hat ein Hund jemals auf eine SHP-Impfung angesprochen, besitzt er au\u00dfer Antik\u00f6rpern auch Immunged\u00e4chtniszellen. Und: Die Menge der Impfantik\u00f6rper kann unter die Nachweisschwelle sinken, aber bei Kontakt mit den Erregern treten spezielle B-Zellen, die langlebigen Plasmazellen, auf den Plan und produzieren sehr schnell neue Antik\u00f6rper.<\/p>\n<p>Ein Antik\u00f6rpertest ist allenfalls dann sinnvoll, wenn Hundehalter wissen wollen, ob die SHP-Impfung bei ihren Welpen angeschlagen hat. Antik\u00f6rper, die von der Mutterh\u00fcndin \u00fcbertragen wurden, k\u00f6nnen den Impferfolg mehr oder weniger lange vereiteln, und das ist der Grund, weshalb Welpen mehrmals hintereinander im Alter von acht bis 16 Wochen geimpft werden. Es handelt sich nicht um Booster, der Schutz wird <em>nicht<\/em> schrittweise aufgebaut, sondern es geht darum, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.<\/p>\n<p>Die ein- oder mehrmalige SHP-Impfung der Welpen wird hartn\u00e4ckig als Grundimmunisierung bezeichnet, womit impliziert wird, dass Wiederholungsimpfungen n\u00f6tig seien. Kinder werden jedoch nicht gegen Masern grundimmunisiert, sondern <em>geimpft<\/em>. Tropenreisende werden nicht gegen Gelbfieber grundimmunisiert, sondern <em>geimpft<\/em>. \u00dcbrigens nur ein einziges Mal und ganz ohne Impftiterkontrollen. Die Humanmedizin verl\u00e4sst sich einfach darauf, dass Impfungen bei den allermeisten Individuen klappen. Von Grundimmunisierung wird in der Humanmedizin nur gesprochen, wenn lebenslanger Schutz nicht anzunehmen ist, und zwar wegen der Art des Erregers. Je nach Erreger hinterl\u00e4sst eine nat\u00fcrliche Infektion keine dauerhafte Immunit\u00e4t, und das k\u00f6nnen dann auch die Impfstoffe nicht leisten.<\/p>\n<p><strong>Leptospirose<\/strong><\/p>\n<p>Gerechtfertigt ist der Begriff Grundimmunisierung im Fall der Leptospirose (Lepto), denn lebenslanger Schutz ist hier nicht zu erwarten. Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen im Abstand von zwei bis vier Wochen, danach soll j\u00e4hrlich geboostert werden. Lepto-Impfstoffe gelten als \u00fcberdurchschnittlich nebenwirkungstr\u00e4chtig. Das ist keineswegs ein Hirngespinst fundamentalistischer Impfgegner. Diese Produkte werden aus abget\u00f6teten ganzen Bakterien hergestellt (Ganzkeimbakterine) und enthalten deshalb eine Reihe von Bestandteilen aus der Zellwand (Endotoxine), die besonders reaktogen sind, das hei\u00dft, sie k\u00f6nnen das Immunsystem stark stimulieren und auch \u00fcberstimulieren. In der Humanmedizin sind Ganzkeimbakterine seit Jahrzehnten nicht mehr \u00fcblich. Bekanntes Beispiel sind die Ganzkeimimpfstoffe gegen Pertussis (Keuchhusten), die wegen der Nebenwirkungen durch Produkte ersetzt wurden, die nur noch wenige Proteine enthalten.<\/p>\n<p>Die Lepto-Impfung wird Hundehaltern oft mit dem Argument angeraten, dass infizierte Hunde Menschen mit den Bakterien anstecken k\u00f6nnen. Lepto-Impfstoffe verleihen allerdings keine sterile Immunit\u00e4t, auch durchgeimpfte Hunde k\u00f6nnen sich infizieren und Leptospiren im Urin ausscheiden. Das geht auch aus den Beipackzetteln hervor, worin i. d. R. nur versprochen wird, dass die Besiedelung der Nieren und die Ausscheidung der Bakterien \u00fcber die Harnwege <em>vermindert<\/em> w\u00fcrden. Ob ein Hund die Lepto-Impfung vertr\u00e4gt oder nicht, l\u00e4sst sich nicht vorhersagen. Als gravierendste Nebenwirkungen werden im Beipackzettel eines der neuen Vierfach-Leptoimpfstoffe (mit vier verschiedenen Lepto-Arten) immunvermittelte Thrombozytopenie und immunvermittelte h\u00e4molytische An\u00e4mie aufgef\u00fchrt. Diese schweren Autoimmunerkrankungen des Bluts sind zwar sehr selten, k\u00f6nnen aber t\u00f6dlich enden. In den USA empfehlen Universit\u00e4tstierkliniken, gegen Lepto nicht vor der zw\u00f6lften Lebenswoche zu impfen. In der deutschen Leitlinie wird die erste Lepto-Impfung bereits mit acht Wochen anberaumt.<\/p>\n<p><strong>Zwingerhusten<\/strong><\/p>\n<p>Zwingerhusten kann durch eine ganze Reihe verschiedener Viren und Bakterien verursacht werden. Impfstoffe liegen vor gegen das canine Parainfluenzavirus (Abk\u00fcrzung Pi, meist in Kombination mit SHP-Produkten) und gegen den bakteriellen Erreger Bordetella bronchiseptica. Au\u00dferdem basiert der Hepatitis-Impfstoff, das \u201eH\u201c in SHP, auf dem Zwingerhustenerreger canines Adenovirus 2 (CAV 2), der zugleich gegen den eigentlichen Hepatitiserreger CAV 1 sch\u00fctzt. Auch regelm\u00e4\u00dfig geimpfte Hunde k\u00f6nnen an Atemwegsinfektionen erkranken, weil es au\u00dfer den genannten weitere Erreger gibt, gegen die keine Impfstoffe vorhanden sind.<\/p>\n<p>Professor Ronald Schultz h\u00e4lt Impfungen gegen Zwingerhusten oder, wie er es bezeichnet, \u201ecanine cold\u201c, Hundeerk\u00e4ltung, f\u00fcr verzichtbar, zumal Atemwegserkrankungen auch bei Hunden in der Regel undramatisch verlaufen. Zwingerhustenimpfstoffe sind bisher nicht durch Nebenwirkungen aufgefallen. Der in die Nase zu tr\u00e4ufelnde Lebendimpfstoff gegen Bordetella soll jedoch in Haushalten mit stark immungeschw\u00e4chten Personen nicht verwendet werden, weil Hunde das Impflebendbakterium ausscheiden und anf\u00e4llige Menschen anstecken k\u00f6nnen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Hunde selbst durch das Impfbakterium erkranken.<\/p>\n<p><strong>Borreliose<\/strong><\/p>\n<p>Impfstoffe gegen die von Zecken \u00fcbertragene Borreliose sind ebenfalls Ganzkeimbakterine und daher nebenwirkungstr\u00e4chtig. Gegen diese Impfung spricht, dass Hunde sehr selten \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 an Borreliose erkranken. Viele infizieren sich mit Borrelien, zeigen aber keine Krankheitssymptome (Gelenkbeschwerden). Laut dem Mikrobiologen Professor Roland Friedrich, Emeritus der Universit\u00e4t Gie\u00dfen, ist der Anteil der Hunde, die nach einer Borrelieninfektion erkranken, noch geringer als der Anteil der anf\u00e4lligen Menschen, der mit 0,1 bis 1,5 Prozent der Infizierten beziffert wird. Was an den Borreliose-Impfstoffen f\u00fcr Hunde stutzig machen sollte, ist die Tatsache, dass es weltweit keinen einzigen f\u00fcr Menschen gibt. Ein Ganzkeimbakterin kommt f\u00fcr den Humangebrauch wegen des Nebenwirkungspotentials ohnehin nicht in Frage. Doch bei Hunden \u2013 und anderen Tieren \u2013 spielt das offenbar keine Rolle.<\/p>\n<p><strong>Der Ursprung der j\u00e4hrlichen Nachimpfung<\/strong><\/p>\n<p>J\u00e4hrliche Impfwiederholungen sind in der Humanmedizin unbekannt. Die einzige Ausnahme bilden die Influenza-Impfstoffe, die allerdings wegen der Ver\u00e4nderlichkeit der Erreger fast jedes Jahr neu entwickelt werden. Kein Mensch wird jedes Jahr zur Nachimpfung gegen Bakterien aufgefordert, seien es Pneumokokken, Meningokokken, Haemophilus influenzae (bei Kleinkindern), Tetanus oder Diphtherie. Und erst recht wird kein Mensch zu j\u00e4hrlichen Boostern gegen Virusinfektionen wie Masern-Mumps-R\u00f6teln oder Polio einbestellt. Immunbiologisch ist es alles andere als begr\u00fcndet, dass Impfstoffe bei Kleintieren wie Katze oder Hund nur 365 Tage oder dreimal 365 Tage Schutz bieten sollen.<\/p>\n<p>Der Ursprung der j\u00e4hrlichen Impfung liegt in den Zulassungsvorschriften f\u00fcr Veterin\u00e4rimpfstoffe, die, anders als in der Humanmedizin, keine immunologisch basierten Angaben zur Immunit\u00e4tsdauer vorsehen. Vorgeschrieben ist vielmehr der experimentelle Nachweis der vom Hersteller angegebenen Dauer des Impfschutzes. Es d\u00fcrfte nicht verwundern, dass die Pharmaindustrie ihre Chance genutzt und ausschlie\u00dflich \u201eEin-Jahres\u201c-Impfstoffe auf den Markt gebracht hat. Dies kam auch den Tier\u00e4rzten entgegen. Weil Haustiere Privatpatienten sind, \u00f6ffentliche Kassen mithin niemals tangiert waren, fehlte jegliches staatliche Korrektiv gegen diese Impfpraktiken.<\/p>\n<p>Die Lage \u00e4nderte sich erst, als sich Hochschulveterin\u00e4re in den USA mit Verweis auf immunologische Fakten gegen die j\u00e4hrlichen Nachimpfungen aussprachen. Ausl\u00f6ser waren die meist t\u00f6dlichen Impfsarkome bei Katzen (Tumoren an der Impfstelle), die ab den 1990er Jahren immer h\u00e4ufiger diagnostiziert wurden. Veterin\u00e4rpathologen schlugen Alarm und setzten eine breite Debatte in Gang. Dies m\u00fcndete in neue US-Impfrichtlinien mit verl\u00e4ngerten Auffrischabst\u00e4nden \u2013 allerdings nur f\u00fcr einige Virusimpfstoffe. Alle namhaften Hersteller haben sich im Zuge der \u00f6ffentlichen Debatte immerhin dazu bequemt, f\u00fcr SHP-Impfstoffe Daten \u00fcber drei Jahre vorzulegen. Was aber auch nicht beweist, dass der Schutz nach dieser Frist verschwindet.<\/p>\n<p>Dreijahresintervalle sind ein Kompromiss, der sich medizinisch nicht begr\u00fcnden l\u00e4sst. Herstellerunabh\u00e4ngige Langzeitstudien f\u00fcr SHP (Impftitermessungen und Experimente mit Belastungsinfektion von Labortieren viele Jahre nach der Impfung) haben best\u00e4tigt, dass auch Hunde ein dauerhaftes Immunged\u00e4chtnis besitzen. F\u00fcr bakterielle Hunde-Impfstoffe gibt es bedauerlicherweise keine Mehrjahresuntersuchungen, hier existieren nur Herstellerstudien von einem Jahr Dauer.<\/p>\n<p><strong>Tollwut<\/strong><\/p>\n<p>Die Impfung gegen Tollwut nimmt eine Sonderstellung in der Kleintiermedizin ein, weil sie vom Staat reguliert wurde und wird. Sie ist die einzige Haustierimpfung, die, wenn auch nur indirekt, als Pflichtimpfung bezeichnet werden kann. Obligat ist eine g\u00fcltige Impfung f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Reisen mit Haustieren. G\u00fcltig ist sie dann, wenn sie in den vom Hersteller vorgeschriebenen Abst\u00e4nden wiederholt wird. (Wird das Nachimpfintervall auch nur um einen Tag \u00fcberschritten, gilt der Hund wieder als \u201eerstgeimpft\u201c und darf erst nach einer Wartezeit von 21 Tagen \u00fcber die Grenze reisen.)<\/p>\n<p>Bis 2005 wurde in Deutschland und der EU nur die j\u00e4hrliche Tollwutimpfung anerkannt \u2013 obwohl seit den 1970er Jahren belegt war, dass diese Virustotimpfstoffe weit l\u00e4nger als ein Jahr immunisieren, n\u00e4mlich vier Jahre und mehr. Erst eine EU-Verordnung zum Tollwutschutz f\u00fcr mitreisende Heimtiere brachte Besserung. Neue Produkte mussten f\u00fcr eine mehrj\u00e4hrige Immunit\u00e4tsdauer nicht entwickelt werden, ge\u00e4ndert wurden ab 2005 nur die Beipackzettel. Allerdings kann ein Hersteller auch heute noch seinen Tollwutimpfstoff als \u201eEin-Jahres\u201c-Produkt vermarkten, die Zulassungsbeh\u00f6rde, das Paul-Ehrlich-Institut, hindert ihn daran nicht.<\/p>\n<p>Die terrestrische Tollwut, also die Tollwut von am Boden lebenden Wildtieren mit dem Fuchs als Haupt\u00fcbertr\u00e4ger, ist in Deutschland und fast allen seinen Nachbarl\u00e4ndern seit vielen Jahren ausgerottet. Ausnahme sind \u00f6stliche Landesteile Polens, dort wird die Infektion mit K\u00f6derimpfungen bek\u00e4mpft. In Deutschland und anderswo tritt Fledermaustollwut auf, die prinzipiell auf andere Tiere und auch auf Menschen \u00fcbertragbar ist. 2017 wurden im gesamten Bundesgebiet insgesamt 15 F\u00e4lle von Fledermaustollwut amtlich gez\u00e4hlt. Fledermaustollwut wurde in Europa noch nie bei Hunden festgestellt und ist auch bei Katzen \u2013 die eher mal eine Fledermaus erwischen \u2013 extrem selten diagnostiziert worden, in Deutschland noch niemals, trotz der vielen Streunerpopulationen.<\/p>\n<p>Derzeit werden in Deutschland Tollwutimpfstoffe f\u00fcr Hunde mit einem Jahr, mit zwei Jahren und mit drei Jahren G\u00fcltigkeit angeboten. Nat\u00fcrlich sollten Hundehalter einen Dreijahresimpfstoff geben lassen, um ihrem Tier unn\u00f6tige Booster zu ersparen. Es existieren Impfstoffe wie etwa Nobivac T, die bereits nach der ersten Impfung im Alter von mindestens zw\u00f6lf Wochen f\u00fcr drei Jahre g\u00fcltig sind. Die Stiko Vet hat lange Zeit mehr Tollwutimpfungen empfohlen, als die Hersteller\u00a0 vorgeben: zwei Impfungen im Welpenalter (die bis heute von keinem einzigen Hersteller vorgeschrieben werden) sowie eine weitere im 15. Lebensmonat. 2017 ist die Stiko Vet davon abger\u00fcckt, nunmehr wird in der Leitlinie nur noch auf die Herstellervorschrift abgestellt. Das bedeutet: <em>eine<\/em> Impfung im Welpenalter, Wiederholungen gem\u00e4\u00df Herstellerangaben.<\/p>\n<p>Ob Hunde, die nicht ins Ausland reisen, \u00fcberhaupt noch regelm\u00e4\u00dfig gegen Tollwut geimpft werden sollten, ist die Frage. Ein sehr kleines Restrisiko stellen illegal eingef\u00fchrte infizierte Hunde dar. Hat ein Hund ohne g\u00fcltige Tollwutimpfung Kontakt mit einem solchen Tier, kann er von Amts wegen euthanasiert werden. Nach Angaben der Stiko Vet gab es seit 1978, also in nunmehr 40 Jahren, insgesamt ganze zehn F\u00e4lle von importierter Tollwut. Wer besorgt ist, sollte den Hund regelm\u00e4\u00dfig nachimpfen lassen oder aber ihn von unbekannten Hunden, insbesondere Welpen, strikt fernhalten. Manche Tier\u00e4rzte haben mittlerweile eine entspannte Einstellung zur Tollwutimpfung, so etwa der Ulmer Veterin\u00e4r Ralph R\u00fcckert, der in seinem Blog schreibt, sie sei bei Hunden, die nicht ins Ausland reisen, verzichtbar, und bei Katzen sowieso.<\/p>\n<p><strong>Impfnebenwirkungen<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberm\u00e4\u00dfige Impfungen kosten nicht nur Geld, sie k\u00f6nnen auch die Tiere sch\u00e4digen. Nach Daten des Paul-Ehrlich-Instituts betr\u00e4gt die Quote von Impfnebenwirkungen (UAW) in Deutschland bei Hunden gerade mal rund 0,006 Prozent (Zahl der UAW-Meldungen bezogen auf die Gesamtzahl der geimpften Hunde). Das w\u00e4re etwa eine UAW pro 30.000 Hunde. Dass diese Quote nur den mangelnden Meldeeifer der hiesigen Tier\u00e4rzte wiedergibt, belegen internationale Studien: Je sorgf\u00e4ltiger hingesehen wird, desto h\u00f6her die UAW-Quote. So ergab eine US-Studie eine Quote von 0,38 Prozent (eine UAW pro 263 Hunde), eine japanische eine Quote von 0,62 Prozent. Nach diesen und anderen Studien steigt das Risiko einer UAW mit der Zahl der gleichzeitig verabreichten Impfstoffe, Welpen\/Junghunde und kleine Rassen sind \u00fcberdurchschnittlich betroffen.<\/p>\n<p>Die meisten UAW sind vor\u00fcbergehend und nicht lebensbedrohlich, beispielsweise Lethargie, erh\u00f6hte Temperatur, Schmerzempfindlichkeit an der Injektionsstelle oder Appetitlosigkeit. Ernst nehmen muss man hingegen allergische Reaktionen, die von Kopf\u00f6demen \u00fcber Atemnot, generalisierten Juckreiz, Durchfall und Erbrechen bis hin zum anaphylaktischen Schock reichen k\u00f6nnen. F\u00fcr das Jahr 2015 (letztverf\u00fcgbare Daten) verzeichnet das Paul-Ehrlich-Institut \u201eakutes Schockgeschehen\u201c bei zehn Prozent aller Meldungen und, wie schon in den Vorjahren, einen auff\u00e4lligen Anstieg der UAW-Meldungen in Zusammenhang mit den neuen Lepto-Vierfachimpfstoffen. In der Fachliteratur beschrieben sind ferner: vor\u00fcbergehende Immunschw\u00e4che (vor allem bei Welpen, Folge k\u00f6nnen bakterielle Infektionen sein), immunvermittelte Vaskulitis (schwere Entz\u00fcndung von Blutgef\u00e4\u00dfen durch Immunkomplexe aus Impfantigen und Antik\u00f6rpern, Folge sind schwere Gewebesch\u00e4den; haupts\u00e4chlich bei kleinen Rassen), immunvermittelte Polyarthritis, immunvermittelte Nierenentz\u00fcndung (ebenfalls durch abgelagerte Immunkomplexe verursacht) sowie Autoimmunerkrankungen des Bluts. Die deutsche Leitlinie hat UAW bis 2017 \u00fcberhaupt nicht thematisiert, in der aktuellen Fassung werden erstmals Impfsarkome bei Katzen und Nebenwirkungen durch die neueren Lepto-Impfstoffe genannt.<\/p>\n<p>Soll man Hunde, die ernsthafte, zum Beispiel allergische Reaktionen erlitten haben, weiterhin impfen lassen? Der britische Veterin\u00e4r Professor Michael Day, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Impfrichtlinien beim Weltverband der Kleintier\u00e4rzte WSAVA, hat davon abgeraten: In der Regel werde das Tier von weiteren Impfungen ohnehin keinen Nutzen haben. Ein seltenes Eingest\u00e4ndnis aus berufenem Mund, dass in der Kleintiermedizin systematisch zu viel geimpft wird.<\/p>\n<\/div>\n<h2><strong>Noch ein kleiner, aber sehr wichtiger Zusatz Artikel \u00fcber die von Tier\u00e4rzten so viel angepriesenen Laptospirose (L4) !!!<a href=\"http:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Artikel-\u00fcber-L-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Artikel \u00fcber L 4\" src=\"http:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Artikel-\u00fcber-L-4.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"2117\" \/><\/a><\/strong><\/h2>\n<h1><strong>Das ebenfalls leidige Thema: Entwurmen<\/strong><\/h1>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><a title=\"W\u00fcrmer sind keine Krankheit\" href=\"https:\/\/www.artgerecht-tier.de\/hunde\/d-wuermer-sind-keine-krankheit-teil-1-1721977897#toc5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>W\u00fcrmer sind keine Krankheit<br \/>\n<\/strong><\/span><\/a><\/span> (Link anklicken)<\/p>\n<h1><strong>Das leidige Thema: Impfen<\/strong><\/h1>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Impfungen &#8211; wir impfen nicht! Tierarztpraxis Dr. med. vet. Jutta Ziegler<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund jahrzehntelanger Konfrontation mit schwerwiegenden gesundheitlichen Sch\u00e4den ausgel\u00f6st durch Impfungen haben wir uns entschlossen, <strong>keine Impfungen mehr durchzuf\u00fchren. Nicht nur wegen h\u00e4ufiger Impfsch\u00e4den sondern auch zahlreicher Impfdurchbr\u00fcche bzw. Impfversagen geimpfter Tiere, stellt sich die Frage ob Impfungen allgemein \u00fcberhaupt einen Schutz bieten k\u00f6nnen? In einer Studie an 17.000 Kindern hat sich herausgestellt, dass Ungeimpfte ges\u00fcnder sind als Geimpfte (https:\/\/www.efi-online.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/UngeimpfteGesuender.pdf). Und wenn das auf den Menschen zutrifft, wieso sollte es beim Tier anders sein?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt derzeit keinerlei unabh\u00e4ngige Belege oder Studien, weder in der Human- noch in der Veterin\u00e4rmedizin, die beweisen, dass Impfungen Schutz gegen die jeweilige Erkrankung bieten.<\/p>\n<p>Auch der Nachweis von Impftitern sagt nichts dar\u00fcber aus, ob \u00fcberhaupt und wie hoch ein Schutz gegeben ist. Ein Titer der durch Impfungen provoziert wurde, ist nicht vergleichbar mit einem Titer der durch eine nat\u00fcrliche Infektion zustande gekommen ist. Dazu kann das Vorhandensein niedriger oder gar keiner Titer trotzdem einen Schutz bedeuten, da es auch eine zellul\u00e4re Immuni\u00e4t gibt, die keinen Antik\u00f6rpertiteranstieg bewirkt. Das ist in der Medizin schon lange bekannt und unumstritten. Solange der Gesetzgeber keinerlei Anstalten trifft, Untersuchungen dahingehend durchzuf\u00fchren ob Impfungen \u00fcberhaupt einen Schutz bieten oder nicht und solange ausschlie\u00dflich der Nachweis eines Antik\u00f6rperanstiegs nach einer Impfung ausschlaggebend f\u00fcr die Zulassung eines Impfstoffes ist, betrachten wir die Empfehlungen Impfungen durchzuf\u00fchren, als nicht glaubw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Die Antik\u00f6rperbildung, die als alleiniger Nachweis der Wirksamkeit eines Impfstoffes notwendig ist, wird durch neurotoxische Adjuvantien wie Aluminium und Quecksilber in den Impfstoffen ausgel\u00f6st. Ohne diese Adjuvantien, alleine mit dem Antigen (ver\u00e4nderte Viren und Bakterien) kann keine Antik\u00f6rperbildung provoziert werden. Da stellt sich f\u00fcr uns die Frage, wogegen denn diese Antik\u00f6rper tats\u00e4chlich gerichtet sind, sollte doch das Antigen der eigentliche Antik\u00f6rperausl\u00f6ser sein.<\/p>\n<p>Es ist sehr eigenartig warum in der \u00d6ffentlichkeit unter den \u00c4rzten, Tier\u00e4rzten, Gesundheits- und Veterin\u00e4rbeh\u00f6rden keine offene Diskussion \u00fcber all diese strittigen Punkte gef\u00fchrt werden kann. Eine Diskussion dar\u00fcber, ob Impfstoffe \u00fcberhaupt einen Schutz bieten oder nicht wird nicht gef\u00fchrt und das Hinterfragen grundlegender Theorien tabuisiert. Es geht in \u00f6ffentlichen Diskussionen ausschlie\u00dflich darum, was und wann und in welchen Abst\u00e4nden geimpft wird. Grundsatzdiskussionen werden generell abgew\u00fcrgt.<\/p>\n<p>Institutionen und ausf\u00fchrenden Organe die mit der Umsetzung von Impfungen betraut sind, unterliegen anscheinend dem Druck der Pharmaindustrie. Manche Impfstoffe sind Verkaufsschlager und garantieren Ums\u00e4tze in Milliardenh\u00f6he. Mit starken Marketingkampagnen werden nicht nur Medikamente sondern auch Impfstoffe zu Umsatztr\u00e4gern der Pharmaindustrie, hier wird mittels angsteinfl\u00f6\u00dfenden Werbespr\u00fcchen dem Tierbesitzer die Impfung als unabdingbar suggeriert.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Leider ist es \u00fcblich geworden bei allen Aufenthalten in Tierheimen, sowie auf Ausstellungen \u201eg\u00fcltige Impfp\u00e4sse\u201c einzufordern, obwohl es kein Gesetz in \u00d6 und D gibt, dass Impfungen im Inland vorschreibt. Und die Logik, dass in s\u00e4mtlichen EU \u2013 L\u00e4ndern keine Tollwutimpfpflicht besteht, bei Grenz\u00fcbertritt von einem EU Land ins andere aber schon, ist nicht nachvollziehbar.<\/span><\/p>\n<p>Zu diesem Thema empfehlen wir die <strong>B\u00fccher von Dr. med. Gerhard Buchwald &#8222;Impfen, das Gesch\u00e4ft mit der Angst&#8220;, Dr. med. Johann Loibner &#8222;Impfen, das Gesch\u00e4ft mit der Unwissenheit&#8220;, Dr. med. August Zoebl &#8222;<\/strong>Lesen Sie dieses Buch bevor sie Impfling: Aufbruch aus dem Bakteriozentrischen Weltbild&#8220;, Dr. med. Klaus Hartmann &#8222;Impfen bis der Arzt kommt: <span style=\"color: #ff0000;\">Wenn bei Pharmakonzernen Profit \u00fcber Gesundheit geht&#8220;, Dr. med. Claus K\u00f6hnlein und Thorsten Engelbrecht &#8222;Viruswahn: Schweinegrippe, Vogelgrippe, SARS, BSE, Hepatitis C, AIDS, Polio. Wie die Medizin-Industrie st\u00e4ndig Seuchen erfindet und auf Kosten der Allgemeinheit Milliarden-Profite macht&#8220;, Peter Tolzin &#8222;Macht Impfen Sinn?&#8220;<\/span>, sowie auf seine periodisch erscheinende Zeitschrift &#8222;impfreport&#8220; und auch auf dessen Website www.impfreport.de.<\/p>\n<p>Einen wunderbaren \u00dcberblick und Einstieg ins Thema bietet auch Michael <span style=\"color: #ff0000;\">Leitners Film &#8222;Wir impfen nicht!&#8220; (Trailer zum Film)<\/span> und sicherlich auch der aktuelle Film <span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;VAXXED&#8220;<\/span> der 2017 in Deutschland und \u00d6sterreich in die Kinos kommt.<\/p>\n<p>Zum Abschluss m\u00f6chte ich zu diesem emotionalen Thema noch Folgendes sagen. Seitdem ich nicht mehr impfe und auch viele uns bekannte Z\u00fcchter auf das Impfen verzichten, zeigen sich bei diesen Hunden und Katzen um vieles weniger chronische Erkrankungen. Besonders Allergien und hartn\u00e4ckige Infekte kommen viel seltener vor. Z\u00fcchter die nicht mehr impfen berichten von lebhafteren, ges\u00fcnderen und widerstandsf\u00e4higeren Tieren. Das Thema Impfen lie\u00dfe sich noch sehr viel umfangreicher und informativer diskutieren.<br \/>\nRund um unsere Vierbeiner<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Impfempfehlungen Hund<\/span><\/p>\n<p><strong>Kn\u00fcller: Neue WSAVA-Richtlinie f\u00fcr die Welpenimpfung<\/strong><\/p>\n<p>Die WSAVA (= Weltverband der Kleintier\u00e4rzte) hat eine Richtlinie f\u00fcr die Welpenimpfung ver\u00f6ffentlicht, und die ist wirklich ein Kn\u00fcller. Eine Sensation.<\/p>\n<p>(Nein, das ist KEIN versp\u00e4teter Aprilscherz. Es ist wirklich wahr.)<\/p>\n<p>Hier die wichtigsten Aussagen:<\/p>\n<p><strong>Welpen sollten ihre letzte Impfung mit den core vaccines (= Staupe-Hepatitis-Parvo = SHP = Impfstoffe, die alle Welpen erhalten sollten) mit 14 bis 16 Wochen bekommen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>98 Prozent der Welpen sind damit f\u00fcr viele Jahre und wahrscheinlich lebenslang gegen Staupe-Hepatitis-Parvo gesch\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n<p>Die empfohlene erneute SHP-Impfung der Junghunde mit einem Jahr ist KEINE Auffrischimpfung. Sie ist vielmehr als Catch-up-Impfung gedacht f\u00fcr diejenigen Junghunde, bei denen die letzte Welpenimpfung nicht gegriffen hat. (*)<\/p>\n<p>Die WSAVA sagt, dass man gegen SHP nicht h\u00e4ufiger als alle drei Jahre impfen soll. Dies werde oft dahingehend missverstanden, dass man alle drei Jahre nachimpfen solle. Aber das ist nicht der Fall, hei\u00dft es ausdr\u00fccklich in der Richtlinie. Und zwar deshalb: Wenn der Hund bereits Immunit\u00e4t gegen SHP besitzt, wird diese Immunit\u00e4t durch Nachimpfungen NICHT ERH\u00d6HT.<\/p>\n<p>Dass wir das noch erleben durften: Der Weltverband der Kleintier\u00e4rzte schreibt schwarz auf wei\u00df, dass die Nachimpferei gegen SHP den Schutz nicht erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Danke. Danke. Danke.<\/p>\n<p>Und als n\u00e4chstes bitte vern\u00fcnftige Richtlinien f\u00fcr die Impfung der Katzenwelpen.<\/p>\n<p><strong>PS: Auch zu Lepto und Zwingerhusten \u00e4u\u00dfert sich die WSAVA relativ distanziert. Interessanterweise wird darauf hingewiesen, dass es Tierpensionen gibt, die keine (frisch) zwingerhusten-geimpften Hunde aufnehmen, weil sie das Ausscheiden und \u00dcbertragen von Impferregern auf die anderen Hunde bef\u00fcrchten. H\u00fcbsch.<\/strong><\/p>\n<p>PPS: Besser w\u00e4re es nat\u00fcrlich gewesen, die US-Tierarztverb\u00e4nde und die WSAVA h\u00e4tten gar nicht erst mit diesem Dreijahres-Quatsch angefangen.<\/p>\n<p>(*) Professor Ron Schultz r\u00e4t allerdings, mit einer weiteren SHP-Impfung nicht zu warten, bis der Hund ein Jahr alt ist, sondern sie mit sechs Monaten oder so zu geben \u2013 FALLS man sich nicht sicher ist, dass die letzte Welpenimpfung funktioniert hat. Wie schon h\u00e4ufiger erw\u00e4hnt: Bei Welpen kann ein SP-Titertest zur Kontrolle des Impferfolgs sinnvoll sein. (Den H-Titer braucht man nicht zu messen, u. a. weil Hep so gut wie nicht mehr vorkommt.)<\/p>\n<p>Hier noch ein sehr guter Buchtip !!!<\/p>\n<p><strong>Hunde w\u00fcrden l\u00e4nger leben, wenn\u2026 Schwarzbuch einer Tier\u00e4rztin Dr. Jutta Ziegler<\/strong><\/p>\n<p>Maternale Antik\u00f6rper \/ Immunologische L\u00fccke<br \/>\nAntik\u00f6rper 6229 (57kb)<\/p>\n<p>Neugeborene und Welpen besitzen durch maternale (m\u00fctterliche) Antik\u00f6rper eine vor\u00fcbergehende passive Immunit\u00e4t. Die Aufnahme der maternalen Antik\u00f6rper erfolgt tierartabh\u00e4ngig \u00fcber die Plazenta oder \u00fcber die Biestmilch (Kolostrum). Bei Hund und Katze werden fast alle maternalen Antik\u00f6rper \u00fcber das Kolostrum in den beiden ersten Lebenstagen \u00fcbertragen. Die passive Immunit\u00e4t sch\u00fctzt den Welpen zwischen einigen Tagen und einigen Wochen. Die passive Immunit\u00e4t dauert zwischen einigen Tagen und Wochen. Zum einen ist dies von der anf\u00e4nglichen Antik\u00f6rperkonzentration abh\u00e4ngig. Zum anderen wird die Dauer durch die spezifische Halbwertszeit der Antik\u00f6rper bestimmt, die f\u00fcr jede Infektionskrankheit charakteristisch ist (Moos 2006, Suter und Hartmann 2006).<\/p>\n<p>Auf jeden Fall nimmt der Titer der maternalen Antik\u00f6rper innerhalb der ersten zwei Monate erheblich ab. In der Regel verringert er sich jedoch nicht soweit, dass eine aktive Immunisierung mit herk\u00f6mmlichen Impfstoffen durchgef\u00fchrt werden kann (Refrakt\u00e4rzeit). Die Impfantigene w\u00fcrden durch die maternalen Antik\u00f6rper sofort neutralisiert. Daher ist eine aktive Immunisierung erst nach dieser Refrakt\u00e4rzeit m\u00f6glich. Die Refrakt\u00e4rzeit dauert etwas l\u00e4nger als der Schutz durch maternale Antik\u00f6rper gegen eine entsprechende Spontaninfektion besteht. Die durch die Impfung hervorgerufene Immunantwort f\u00fchrt jedoch auch anschlie\u00dfend nicht zu einem sofortigen Schutz, da ein sch\u00fctzender Antik\u00f6rpertiter sowie die T-Zell-Antwort erst im Laufe einiger Wochen ausgebildet werden m\u00fcssen (Moos 2006). Gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose sch\u00fctzen die Impfstoffe von Intervet jedoch bereits eine Woche nach Impfung. Die Phase niedriger maternaler Antik\u00f6rpertiter und der nach einer Impfung langsam ansteigende Spiegel k\u00f6rpereigener Antik\u00f6rper wird immunologische L\u00fccke genannt. W\u00e4hrend dieses Zeitraumes ist das Risiko eines Individuums f\u00fcr Infektionen besonders gro\u00df (Moos 2006). Diese risikoreiche, individuell stark variierende Periode ist au\u00dferdem von Erreger zu Erreger unterschiedlich.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<p><span style=\"color: #000000; font-size: 2.4em;\">Interessante Links:<\/span><\/p>\n<h1><a title=\"Die Wahrheit \u00fcber Impfungen\" href=\"http:\/\/holistichorseandhoofcare-deutschland.blogspot.de\/2013\/04\/die-wahrheit-uber-impfungen.html?m=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Die Wahrheit \u00fcber Impfungen<\/strong><\/span><\/a><\/h1>\n<h2><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr interessante Seite \u00fcber das Impfen!!! Lesefutter: Hundeimpfung 19. Juni 2019 von Redaktion F\u00fcr Leute, die noch lange Texte lesen k\u00f6nnen, statt nur auf ihrem Smartphone herumzuwischen: die leicht ver\u00e4nderte Fassung eines Artikels f\u00fcr die Hundezeitschrift \u201eSitzPlatzFu\u00df\u201c (Juni 2018). Urheberrechtlich &hellip; <a href=\"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/?page_id=8403\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8403","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8403"}],"version-history":[{"count":85,"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8403\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34294,"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8403\/revisions\/34294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}