{"id":2046,"date":"2012-07-26T13:33:11","date_gmt":"2012-07-26T13:33:11","guid":{"rendered":"http:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/?page_id=2046"},"modified":"2022-06-27T08:46:51","modified_gmt":"2022-06-27T08:46:51","slug":"ein-welpe-zieht-ein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/collies-vom-floersbachtal.de\/?page_id=2046","title":{"rendered":"Ein Welpe zieht ein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Welpe zieht ein<\/strong><\/p>\n<p>Ab der 9. Woche kann der Welpe von der Mutter getrennt werden und in sein neues Zuhause \u00fcbersiedeln.<br \/>Es ist somit f\u00fcr uns als Z\u00fcchter an der Zeit, Abschied vom Welpen zu nehmen.<br \/>Dies f\u00e4llt uns immer wieder schwer, da wir jeden einzelnen in unser Herz geschlossen haben.<br \/>Wir m\u00f6chten, das es dem Welpen in seinem neuen Zuhause gut ergeht, und helfen Ihnen, als neuem Welpenbesitzern, so gut wir k\u00f6nnen, damit dies gelingt.<\/p>\n<p>Sie bekommen als neuer Welpenbesitzer von uns einiges mit auf den Weg.<br \/>Ihr Welpe wird Ihnen zusammen mit seinem EU &#8211; Impfpass, der Ahnentafel, einem Gesundheitszeugnis, einem Welpenpaket, sowie seinem gewohnten Futter f\u00fcr mehrere Tage und einer Kuscheldecke mit den Ger\u00fcchen seiner Mutter und seinen Geschwister \u00fcbergeben.<br \/>Sie bekommen von uns auch genaue Angaben \u00fcber die F\u00fctterung des Welpen (Welches Futter, wieviel pro Mahlzeit, wieviele Mahlzeiten am Tag, welche F\u00fctterungszeiten).<\/p>\n<p><strong>Die Fahrt nach Hause<\/strong><\/p>\n<p>Bitte holen Sie den Welpen m\u00f6glichst zu Zweit ab!<br \/>Je nachdem, wie weit der Welpe es in sein neues Heim hat, sollte er diese Zeit nicht alleine durchstehen m\u00fcssen.<br \/>Eine Person sollte sich um den Welpen k\u00fcmmern k\u00f6nnen.<br \/>Bei langen Fahrten sollten Sie zwischendurch Pausen machen,(Fahrten \u00fcber 4 Std.,<br \/>ansonsten ist der Welpe viel zu aufgeregt, fremde Personen, andere Ger\u00fcche,<br \/>so dass er vermutlich kein bisschen macht) und dem Welpen Wasser anbieten und<br \/>ihm die Gelegenheit bieten, sich zu l\u00f6sen.<br \/>Es kann aber auch passieren, das der Welpe vor Aufregung unter sich macht<br \/>oder ihm gar w\u00e4hrend der Fahrt schlecht wird und er erbricht.<br \/>Schimpfen sie dann bitte nicht.<br \/>Es ist eine Extremsituation f\u00fcr den Welpen, die er erst verarbeiten muss.<br \/>Sorgen Sie lieber vor und halten alte Handt\u00fccher bereit.<\/p>\n<p>Zuhause angekommen, f\u00fchren Sie den Welpen am besten direkt zu seinem zuk\u00fcnftigen L\u00f6seplatz.<br \/>Das kann ihr eigener Garten sein oder eine nahe gelegene Wiese.<br \/>Es sollte aber auf jeden Fall ein Ort sein, den Sie nun jeden Tag aufsuchen, vor allem nachts f\u00fcr die n\u00e4chsten 2 Wochen.<br \/>Ihr Welpe wird die Stelle wiedererkennen und durch den Geruch seiner<br \/>Hinterlassenschaften dazu animiert werden, sich dort erneut zu l\u00f6sen.<br \/>(Anmerkung: H\u00e4ufchen sollten Sie an \u00f6ffentlichen Stellen wie Parks etc. mittels Kotbeuteln entfernen)<br \/>Zeigen Sie Ihrem Welpen dann seinen Schlafplatz, sowie sein neues Zuhause, entweder tragen Sie ihn \u00fcberall hin, oder Sie m\u00fcssen darauf achten, immer vor dem Welpen den jeweiligen Raum zu betreten (Rangordnung), ansonsten wird dieser kleine Welpe das Regiment in seinem neuen Zuhause sehr schnell \u00fcbernehmen. Denken Sie immer daran, Sie sind der Rudelf\u00fchrer und machen Sie es diesem kleinen Zwerg gleich klar!!!<br \/>Er kommt in<strong> IHR<\/strong> Haus, nicht Sie in seins, oder \ud83d\ude41<br \/>F\u00fcr den ersten Tag sollte Ihr Welpe m\u00f6glichst nicht zu viel Stress haben.<br \/>Verzichten Sie f\u00fcr diesen ersten Tag bitte lieber darauf, den Welpen allen Bekannten und Freunden zu zeigen.<br \/>Daf\u00fcr ist an den kommenden Tagen immer noch Zeit.<br \/>Jetzt muss er erst einmal lernen, das Sie f\u00fcr ihn die neuen Bezugspersonen sind.<br \/>Die Trennung von Mutter, Geschwistern und uns, die Fahrt ins neue Heim, das alles ist schon sehr viel f\u00fcr den Welpen.<br \/>Der Welpe sollte direkt seine neue Umgebung erkunden k\u00f6nnen.<br \/>Es kann aber auch sein, das er ersch\u00f6pft ist und sich lieber zur\u00fcckziehen m\u00f6chte.<br \/>Dr\u00e4ngen sie ihn dann nicht!<br \/>Sp\u00e4ter erh\u00e4lt der Welpe dann seine erste Mahlzeit bei Ihnen.<br \/>Nach dem Fressen und nach dem Schlafen sollten Sie ihn sofort zum L\u00f6seplatz bringen.<br \/>Am besten Tragen Sie ihn sogar in den ersten Tagen nach den Mahlzeiten dahin.<br \/>Bis der Welpe brav an der Leine mit Ihnen dorthin gegangen ist, ist es mit dem H\u00e4ufchen n\u00e4mlich meist schon passiert.<br \/>(Bitte dennoch Geschirr und Leine anlegen, wenn es ein \u00f6ffentlicher Platz ist, denn ein Welpe ist flink und k\u00f6nnte sonst weglaufen, wenn er heruntergelassen wird)<br \/>Haben Sie einen Garten, in dem der Welpe sein H\u00e4ufchen machen darf, ist das leichter.<br \/>Bei uns sind es die Welpen gew\u00f6hnt, sofort nach dem Fressen in den Garten zu kommen.<br \/>Darf er das auch bei Ihnen, wird er sicherlich schnell stubenrein werden.<\/p>\n<p><strong>Die 1. Nacht im neuen Heim<\/strong><\/p>\n<p>Nun folgt die erste Nacht im neuen Heim.<br \/>Machen Sie sich darauf gefasst, das der Welpe jammern wird. Er ist es nicht gew\u00f6hnt alleine zu schlafen, bisher haben sich die Geschwister gegenseitig gew\u00e4rmt, oder die Mutter war bei ihnen. Deshalb w\u00e4re es sch\u00f6n, wenn der Welpe neben Ihrem Bett, vielleicht erst einmal in einem Karton (ein etwas h\u00f6herer, damit er nicht raus kann), oder Kennel mit seiner Kuscheldecke liegen d\u00fcrfte, so wird er sich melden, wenn er sich l\u00f6sen mu\u00df und Sie k\u00f6nnen ihn mit Ihrer Hand etwas streicheln, wenn er trauert.<br \/>Es kann sein, das Ihr Welpe in den ersten Tagen noch seine Mutter und Geschwister, und auch uns vermissen wird.<br \/>Doch Welpen sind sehr neugierig und stecken voller Tatendrang.<br \/>Schnell wird Ihr Welpe sein neues Zuhause erkunden.<br \/>Und mit viel Liebe und Zuneigung von Ihnen als Welpenbesitzer, wird er sich dann auch schnell in sein neues Zuhause einleben.<\/p>\n<p>Bitte bedenken Sie, dass nun Sie f\u00fcr das Wohlergehen des Welpen zust\u00e4ndig sind!<br \/>Verdienen Sie sich das Vertrauen Ihres Welpen und gehen liebevoll, aber konsequent mit ihm um.<br \/><strong>Er wird es Ihnen danken und Ihnen ein Leben lang ein treuer Freund sein !!!<br \/><\/strong><\/p>\n<h1><strong>Ganz wichtige neue Erkenntnisse:<\/strong><\/h1>\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcnf Minuten Gassi gehen pro Lebensmonat? Vern\u00fcnftige Regel oder schlichter Unfug?<\/h1>\n\n\n\n<p>24.06.2022<\/p>\n\n\n\n<p>Von Ralph R\u00fcckert, Tierarzt, und Johanne Bernick, Tier\u00e4rztin<\/p>\n\n\n\n<p>Kennen Sie wahrscheinlich, oder? Die dringende Ermahnung bzw. &#8222;eiserne Regel&#8220;, mit einem Welpen bzw. Junghund nur 5 Minuten pro Lebensmonat spazieren zu gehen, bis sich die Epiphysenfugen (Wachstumszonen) der Knochen endg\u00fcltig geschlossen haben? Haben Sie sich auch gefragt, ob das wirklich Sinn macht und ob Sie gar Ihren Welpen f\u00fcr sein Leben sch\u00e4digen, wenn Sie sich nicht daran halten? Woher kommt diese Regel und ist da was dran?<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich (Wahrscheinlich! Keiner wei\u00df es genau!) ist der Keim dieser Empfehlung in einer Untersuchung der amerikanischen National Institutes of Health (NIH) aus den 70ern des vorigen Jahrhunderts zu suchen. Die NIH f\u00f6rderten damals klinische Forschungen zur H\u00fcftdysplasie des Hundes. In einer recht aufsehenerregenden Studie untersuchten Tiermediziner:innen den Effekt von Bewegungsrestriktion auf die H\u00fcftgelenkgesundheit. Der Studienaufbau war gepr\u00e4gt von der f\u00fcr die damalige Zeit typischen und brutalen Bedenkenlosigkeit: Sch\u00e4ferhund-Welpen wurden einfach dauerhaft in kleinen K\u00e4figen gehalten und aufgezogen. Und tats\u00e4chlich konnte bewiesen werden, dass solcherart bewegungseingeschr\u00e4nkte Welpen sp\u00e4ter mit geringerer Wahrscheinlichkeit eine H\u00fcftdysplasie entwickelten als Welpen, die sich frei bewegen konnten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/ums.unimess.de\/ums_bilder\/news\/148921381.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ums.unimess.de\/ums_bilder\/news\/t_148921381.jpg\" alt=\"Bild zur Neuigkeit\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Nur: Die Forscher:innen waren sich schon bei der Ver\u00f6ffentlichung 1975 v\u00f6llig dar\u00fcber im Klaren, dass dieser Effekt deshalb zu verzeichnen war, weil diese ungl\u00fccklichen Welpen in den absolut zu kleinen K\u00e4figen zu einer spreizbeinigen Haltung gezwungen waren, wenn sie \u00fcberhaupt stehen wollten. Das war der Punkt, um den es eigentlich und in Bezug auf die Humanmedizin ging: Eine Spreizhaltung der Beine wirkt sich positiv auf die Entwicklung der H\u00fcftgelenke aus, was ja seitdem bei Menschenbabys auch so beherzigt wird. Die \u00d6ffentlichkeit, die Allgemeinheit scheint das aber genau falsch verstanden zu haben, also in dem Sinne, dass die Bewegungsrestriktion an sich einen positiven und gelenksch\u00fctzenden Effekt h\u00e4tte. Ungef\u00e4hr seit diesem Zeitpunkt (und heutzutage dank des Netzes leider besonders virulent) zirkulieren entsprechende Ratschl\u00e4ge, nat\u00fcrlich ganz besonders bei den Rassen, die genetisch bedingt h\u00e4ufig Gelenkprobleme entwickeln. Dumm gelaufen, das!<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als 10 Jahre sp\u00e4ter, Ende der 80er, hat sich die Forschung erneut dieser Fragestellung angenommen, mit zwei Versuchsanordnungen, deren Ansatz genau andersrum war, also einen Unterschied zu finden versuchte zwischen zwei ganz unterschiedlich harten Belastungsgraden. Beagle-Welpen bzw. -Junghunde mussten an f\u00fcnf Tagen pro Woche auf einem Laufband mit 15 Grad Steigung rennen, die eine Gruppe eine Stunde pro Tag und f\u00fcr 15 Wochen, die andere Gruppe t\u00e4glich bis zu 40 km pro Tag, und zwar f\u00fcr ein ganzes Jahr. Danach wurden die Gelenkknorpel und die Gelenkfl\u00fcssigkeit der Hunde mikroskopisch untersucht. Nur in der nach allen normalen Ma\u00dfst\u00e4ben massiv \u00fcberlasteten Gruppe fanden sich fokale, oberfl\u00e4chliche und eher dezente Ver\u00e4nderungen am Knorpel. Ansonsten wurden keine Sch\u00e4den festgestellt. Da kann man nur bewundernd sagen: Schau einer an, die halten auf jeden Fall ganz sch\u00f6n was aus, die jungen Hunde! In der zweiten Gruppe reden wir immerhin von einem fast kompletten Marathonlauf, jeden Tag von Montag bis Freitag, und das ein ganzes Jahr lang!<\/p>\n\n\n\n<p>So weit, so gut! Was k\u00f6nnen uns Freilandbeobachtungen an zus\u00e4tzlichen Informationen liefern? Wie l\u00e4uft das denn bei W\u00f6lfen? Bekannt ist, dass ein mit Halsbandsendern ausgestattetes Wolfsrudel sich mal bis zu 32 km pro Tag weiter bewegte und dass da ein 8 Wochen alter Welpe dabei war! Respekt an den Kleinen! Und dass W\u00f6lfe (oder andere Wildcaniden) das freie Spielen und Toben ihrer Welpen irgendwie einschr\u00e4nken w\u00fcrden, konnte nat\u00fcrlich in keinem Fall beobachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen au\u00dferdem noch eigene Beobachtungen hinzuf\u00fcgen, zum Beispiel auf Kinderspielpl\u00e4tzen oder Sportanlagen. Zwar nicht am Hund, aber an unserer eigenen Brut. Kinder \u00fcben fast alle Sportarten aus, die man sich nur vorstellen kann, inklusive Laufen, Turnen und Kicken, und sie rennen und springen beim Spielen, so viel sie halt lustig sind. Hat schon mal jemand eine Mutter rufen geh\u00f6rt: &#8222;Carl-Friedrich, Schluss jetzt! Deine Wachstumsfugen sind noch nicht geschlossen und deine 30 Minuten sind jetzt rum! Setz dich sofort in deinen Rollstuhl, wir schieben dich nach Hause!&#8220;. Nein? Oder: &#8222;Lisa-Marie, renn nicht immer die Treppen rauf und runter. Denk doch an deine Gelenke!&#8220;. Auch nicht? Nat\u00fcrlich nicht! Niemand bei klarem Verstand k\u00e4me auf die Idee, dass man spielerische Aktivit\u00e4ten und den nat\u00fcrlichen Bewegungsdrang von Kindern bez\u00fcglich der sp\u00e4teren Gelenkgesundheit irgendwie reglementieren m\u00fcsste. Es ist ganz im Gegenteil so, dass (auch hochintensive!) spielerische Aktivit\u00e4t von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit ist f\u00fcr die Entwicklung einer guten Koordination (Stichwort Propriozeption) und die Ausbildung eines stabilen Muskel-, Sehnen- und Gelenkapparates.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie merken wahrscheinlich schon von Anfang an, worauf wir raus wollen: Vergessen Sie diesen Unfug mit den f\u00fcnf Minuten Belastung pro Lebensmonat! Das ist definitiv eine Latrinenparole, f\u00fcr deren Wahrheitsgehalt es nicht einen Funken Evidenz gibt. Ihr Welpe kann allemal eine Stunde und mehr mit Ihnen unterwegs sein, ohne dass ihm dadurch ein Schaden entsteht. Wird es ihm zu viel, wird er Ihnen das mitteilen, ganz davon abgesehen, dass Welpen bis zu 12 oder 14 Wochen sowieso nicht begeistert sind, wenn man sich all zu weit von der Homebase entfernt. Und wenn ein schon ziemlich fitter und extrovertierter 5-Monats-Welpe ausgelassen mit Freunden spielt und tobt, m\u00fcssen Sie da keineswegs nach ein paar Minuten eingreifen. Lassen Sie ihn, er braucht das, und zwar dringend!<\/p>\n\n\n\n<p>Wohl gemerkt: Wir setzen einfach mal wieder gesunden Menschenverstand voraus und reden nat\u00fcrlich nicht der puren Unvernunft das Wort. Alles, womit sich ein Welpe selber und freudig belastet, ist letztendlich okay. Es versteht sich aber von selbst, dass man einen Hund mit einem halben Jahr nicht eine Stunde lang und gegen seinen Willen am Fahrrad rumzerrt oder ihn mit dem Frisbee bis zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung scheucht! Ihn aber langsam und wohl dosiert an das Laufen am Fahrrad heranzuf\u00fchren oder ihm einen Frisbee als Spiel- und Sportger\u00e4t vertraut zu machen, stellt ganz sicher kein Problem dar. Es gibt keinen guten Grund, sich deswegen st\u00e4ndig einen Kopf um die Gelenke zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Take-Home Message: Die Befolgung solcher v\u00f6llig haltloser &#8222;Regeln&#8220;, die das nat\u00fcrliche Bewegungsbed\u00fcrfnis junger Hunde massiv einschr\u00e4nken und die leider oft \u00fcber das Netz gehypt werden, ist nicht gut, sondern schlecht f\u00fcr den Hund, und zwar auf mehreren Ebenen. Neben den erw\u00e4hnten Nachteilen f\u00fcr die Auspr\u00e4gung eines stabilen Bewegungsapparates wird der Welpe bzw. Junghund ja auch noch in seiner sozialen Entwicklung beschnitten, wenn man jeden Tag nur ein paar Minuten drau\u00dfen unterwegs ist und zudem aus Angst vor \u00dcberlastung spielerische Interaktionen mit Artgenossen einschr\u00e4nkt oder gleich ganz unterbindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir gehen noch weiter: Besteht eine Z\u00fcchterin \/ ein Z\u00fcchter Ihnen gegen\u00fcber darauf, dass ein Welpe einer bestimmten Rasse bis zum Alter XY buchst\u00e4blich in Watte zu packen sei, weil sonst was Gr\u00e4ssliches passieren k\u00f6nnte, steckt da oft eine unredliche Motivation dahinter, im Sinne einer prophylaktischen Schuldverlagerung auf die neuen Besitzer. Sie sollten da ganz schnell misstrauisch werden, denn wahrscheinlich sind Sie gerade dabei, sich einen Welpen einer Rasse zuzulegen, bei der die Entwicklung von schwersten Gelenkerkrankungen von vornherein sozusagen im Stammbuch steht. Da werden von Z\u00fcchtern gern massivste Bewegungsrestriktionen verordnet, die kein Mensch wirklich einhalten kann und will. Geht der \u00c4rger mit den H\u00fcften oder den Ellbogen dann fr\u00fchzeitig los, reicht ein einziges Facebook-Foto, auf dem der Welpe \/ der Junghund mit Artgenossen spielt oder die drei Stufen vom Garten auf die Terrasse hochl\u00e4uft, um gleich mal jegliche z\u00fcchterische Verantwortung w\u00fctend und weit von sich zu weisen. Es ist im Prinzip ganz einfach: Muss ein Welpe angeblich unter v\u00f6llig \u00fcberzogenen Bewegungseinschr\u00e4nkungen (wie zum Beispiel der F\u00fcnf-Minuten-Regel) aufgezogen werden, kann mit der Rasse nur etwas ganz Grunds\u00e4tzliches oberfaul sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das im Leben eines Hundes mit der Gelenkgesundheit l\u00e4uft, h\u00e4ngt NICHT von der freien und spielerischen Entfaltung der Bewegungsf\u00e4higkeit im Jugendalter ab! Daf\u00fcr sind zwei Faktoren ausschlaggebend: Zum einen die (z\u00fcchterisch zu verantwortende!) Genetik, zum anderen das Gewichtsmanagement, und gerade in diesem letzten Punkt wird leider extrem viel falsch gemacht. Welpen und Junghunde sollen NICHT rundlich, &#8222;wohl gen\u00e4hrt&#8220; und &#8222;proper&#8220; aussehen, sondern &#8222;lean and mean&#8220;, also richtig schlank und hart. Daf\u00fcr, dass sich das in jedem Fall positiv auf die Entwicklung gesunder Gelenke auswirkt, zumindest so weit, wie es die Genetik zul\u00e4sst, gibt es mehr als genug Evidenz. Nicht zu viel Bewegung, sondern ein Zuviel an Kalorien und Protein kann sich tats\u00e4chlich verh\u00e4ngnisvoll auswirken. Wenn Sie als Welpen- bzw. Junghundbesitzer:in \u00f6fter mal angemacht werden, ob Sie Ihren Hund wohl verhungern lassen wollen, dann machen Sie alles richtig!<\/p>\n\n\n\n<p>Bleiben Sie uns gewogen, bis bald,<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Ralph R\u00fcckert, Ihre Johanne Bernick<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Welpe zieht ein Ab der 9. 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